Time to play

It’s time to play…

Wenn Kinder spielen, sind sie ganz im Moment. Wenn wir älter werden, leider oft schon in der Schulzeit, tritt spielen in den Hintergrund. Was in den Vordergrund tritt, ist Ziele zu verfolgen. Wir tun etwas, um ein Resultat zu erreichen, wir arbeiten auf etwas hin und haben dabei eine bestimmte Erwartung, wie das Endergebnis aussehen soll.

Oft verlernen wir dabei mit der Zeit das Spielen und ganz lebendig im Moment zu sein.

Ich möchte Dir heute sagen, dass es Zeit ist, wieder zu spielen! Und mit Spielen meine ich all die Dinge, die Dich erfüllen, ohne dass Du dabei ein Ziel verfolgst. Das kann wild in der Wohnung tanzen, im Wald rumspringen, laut singen, frei malen oder irgendetwas sein, dass Dir von außen sinnlos erscheinen mag, Dich aber von innen tief erfreut.

Im Zyklus ist die Zeit, in der das Spielen, Träumen und Ausprobieren so wichtig ist, der innere Frühling, die Zeit nach Deiner Blutung. In dieser Zeit kommst Du emotional aus deinem inneren Tempel (Zeit der Menstruation) und streckst erstmal vorsichtig wieder deine Fühler aus. Wenn wir jetzt nicht behutsam mit uns sind, zu schnell nach vorne preschen und gleich im go-go-go Modus sind,, kann das Auswirkungen auf unser Energielevel, unser emotionales Befinden und unsere Kreativität haben. Es kann zum Beispiel dazu führen, dass wir uns während des restlichen Zyklus unkonzentriert, ideenlos und erschöpft fühlen.

Beginne also, Dir vor allem während des inneren Frühlings Raum zu schaffen für sinnfreies Tun und Sein. Mir selbst fällt es oft schwer, mich von dem Modus des „Dinge erledigen“ loszulösen, weil ich es so gewohnt bin. Oft ist es meine Tochter, die mich wieder daran erinnert, die Welt mal wieder mit anderen Augen zu sehen und mich und das Leben nicht so ernst zu nehmen.

Wenn ich mich darauf einlasse, spüre ich, wie der Druck auf mir weniger wird und mir wird wieder bewusst: ich bin nicht nur hier, um Dinge zu erledigen und Ziele zu verfolgen. Ich bin hier, um mich und das Leben spüren.

Und es braucht nicht viel, um das zu tun: kleine Momente genügen schon, in denen Du Dir erlaubst, Deinen inneren Impulsen zu folgen. Wenn Du nicht weißt, wie du damit anfangen sollst, dann dreh einfach die Musik auf und beginne damit, deinen Körper so zu bewegen, wie es sich gerade gut anfühlt. Schließe die Augen, folge den Impulsen, die von innen kommen, egal wie du dabei aussiehst. Lass die Masken, die Rollen und alles los, was Dich sonst davon abhält, frei in dem zu sein, was Du tust.

Übrigens: Wenn wir etwas tun, was uns eigentlich komisch vorkommt und wobei wir lieber nicht gesehen werden möchten, lösen wir uns in dem Moment von den Rollen und Vorgaben, die sonst sooft unser Handeln beeinflussen. Das bringt mehr Flexibilität in unser Leben und kann dadurch auch unseren Blickwinkel in anderen Lebensbereichen erweitern und eine neue Perspektive auf die Dinge schaffen.